
Gedenken anlässlich der 87. Wiederkehr der Reichspogromnacht 9.11.1938
„Wenn das Erinnern erlischt, haben die Opfer von damals keine Stimme mehr.“
Engagiert, kenntnisreich, emotional – so waren die Beiträge unserer Schülerinnen der AG „Gedenkstättenfahrt Auschwitz“ unter Leitung von Herrn Breuer beim diesjährigen Gedenken anlässlich der 87. Wiederkehr der Reichspogromnacht vom 9.11.1938.
An der Granit-Stele des Künstlers Ulrich Rückriem an der Schützenstraße unweit des Standortes der Dürener Synagoge, die in der Nacht zum 10. November 1938 von Nazi-Horden in Brand gesteckt wurde, versammelten sich zahlreiche Bürger, um daran zu erinnern, dass Antisemitismus kein rein historisches Phänomen war, sondern auch heute virulent in unserer Gesellschaft ist.

Vor allem der Jugend, so betonte Bürgermeister Frank Peter Ulrich in seiner Ansprache, falle es zu, wachsam zu sein und nicht auf diejenigen zu hören, die einseitige Schuldzuweisungen aussprechen und damit versuchten, den demokratischen Konsens in Frage zu stellen und die Gesellschaft zu spalten.
In aufwühlenden Texten gelang es unseren Schülerinnen, mit der Stele aus Granit einen fiktiven Dialog zu führen. Darin wurde deutlich, dass der Stein nicht nur erinnert und mahnt, sondern uns auch in seiner schroffen Unzugänglichkeit zur Auseinandersetzung mit extremistischen Tendenzen von heute aufruft.

Die Teilnahme unserer Schülerinnen und Schüler soll auch in den nächsten Jahren an der Stele fortgesetzt werden.
