
Erasmus-Austausch in Düren – Empfang im Rathaus 2026
Im Rahmen des Erasmus-Austauschs wurden die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler unserer Schule und der Prager Základní škola Táborská am 27. April 2026 im Rathaus der Düren herzlich empfangen. Bürgermeister Frank Peter Ullrich begrüßte die internationale Gruppe im Ratssaal und hieß sie offiziell in der Stadt willkommen. Die Austauschgruppe setzt sich aus Schülerinnen und Schülern aus Prag zusammen, die im Rahmen des Programms gemeinsam mit ihren deutschen Partnerinnen und Partnern die Region erkunden.
In seiner Ansprache gab der Bürgermeister einen anschaulichen Überblick über die bewegte Geschichte Dürens, deren Ursprünge bis in die Zeit von Karl der Große zurückreichen. Besonders hob er die bedeutende Rolle der Papierindustrie hervor, die über viele Jahrzehnte hinweg die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt geprägt hat. Auch die geografische Lage an der Rur wurde als prägender Standortfaktor thematisiert.

Gleichzeitig ging der Bürgermeister auf aktuelle Herausforderungen ein: Der Strukturwandel im Rheinischen Revier infolge des Kohleausstiegs stellt die Region vor große Aufgaben. In den kommenden Jahren gilt es, rund 10.000 neue Industriearbeitsplätze zu schaffen – eine zentrale Zukunftsaufgabe für Politik und Gesellschaft.
Ein bewegender Teil seiner Rede erinnerte an die massiven Zerstörungen Dürens im Zweiten Weltkrieg. Diese historische Erfahrung verstehe die Stadt heute als Mahnung und Verpflichtung zugleich, sich aktiv für Frieden und Verständigung einzusetzen. Gerade vor diesem Hintergrund unterstrich der Bürgermeister die besondere Bedeutung von internationalen Begegnungen wie dem Erasmus-Austausch.
Im Anschluss an seine Ausführungen nahm sich Bürgermeister Ullrich Zeit für die Fragen der Schülerinnen und Schüler. In einem offenen und sehr freundlichen Dialog beantwortete er diese ausführlich und ging auf die Perspektiven und Interessen der Jugendlichen ein.

Schüleraustausche und Städtepartnerschaften leisten einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Dialog. Sie fördern gegenseitiges Verständnis, bauen Vorurteile ab und stärken das Bewusstsein für die kulturelle Vielfalt Europas. Die anwesenden Schülerinnen und Schüler wurden dabei als lebendiges Beispiel für diesen Austausch und als Botschafterinnen und Botschafter eines friedlichen Europas gewürdigt.
Abschließend bedankten sich die Teilnehmenden herzlich bei Bürgermeister Ullrich für den freundlichen Empfang und seine wertschätzenden Worte zum Engagement im Schüleraustausch.
